Stars and Stripes Fliegen lernen in den USA
  • Kosten




  • In diesem Kapitel geht es um die Kosten der Ausbildung und der Reise, sowie um einige Tips, wie man diese Kosten senken kann.



    Übersicht

    Für viele sind die Kosten der Hauptgrund, den Flugschein in den USA zu machen. Und wirklich, die Ausbildung an sich ist in Amerika sehr viel billiger als in Deutschland, aber wenn man die Kosten für Reise, Unterkunft, sowie für die Scheinanerkennung in Deutschland noch mit dazurechnet, kommt man ungefähr auf den gleichen Preis. Dennoch bekommt man auf diesem Wege sehr viel mehr für sein Geld, so daß es sich trotzdem lohnt, den Flugschein statt in Europa in den USA zu machen.

    Hier habe ich einmal zusammengestellt, was für Kosten auf einen zukommen, bis man den Flugschein in den Händen hält und auch in Deutschland fliegen darf. Das ist natürlich nur ein Beispiel um zu zeigen, auf was man alles achten muss, die tatsächlichen Kosten können durchaus abweichen. Auf jeden Fall habe ich hier auf der sicheren Seite gerechnet, so daß es eher billiger als teurer wird. Als Dollarkurs habe ich 1US$ = 1,80 DM angenommen, dies ist jedoch die große Unbekannte in der Rechnung, bereits ein Unterschied von nur 5 Pfennig pro Dollar macht rund 300,- DM aus.

    Posten US$ DM
    45 Flugstunden, je 45 $ 2025 3645,-
    25 Stunden Fluglehrer, je 25 $ 625 1125,-
    Bücher, Materialien 150 270,-
    10 Stunden Theorieunterricht, je 25 $ 250 450,-
    Gebühren 100 180,-
    24 Flugstunden zur Scheinanerkennung, je 45 $ 1080 1944,-
    Transatlantikflug - 1000,-
    Unterkunft Motel, 5 Wochen, 30$ pro Nacht 1050 1890,-
    Mietwagen, 5 Wochen, je 350,- DM - 1750,-
    sonstige Ausgaben, 10$ pro Tag 350 630,-
    Scheinanerkennung - 1000,-
    GESAMT 13884,-

    Das ist ja erst einmal ein stolzer Preis, doch das dürfte ziemlich die obere Grenze sein. Im nächsten Abschnitt werde ich dann erläutern, wie man diese Kosten noch senken kann. Allerdings ist das in etwa auch der Preis, mit dem man für eine PPL-Ausbildung in Deutschland rechnen muß. In Deutschland sind da aber dann nur ca. 40 Flugstunden mit dabei, wogegen man nach der Ausbildung in Amerika schon rund 70 Flugstunden in seinem Logbuch stehen hat. Gerade am Anfang des Fliegerlebens zählt jede Flugstunde, so daß dies ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist.

    Übrigens ist, entgegen der sonst in den USA üblichen Praxis, die Mehrwertsteuer normalerweise schon in die Ausbildungspreise miteingerechnet. Es empfiehlt sich jedoch trotzdem, da noch einmal nachzufragen, damit nicht plötzlich noch Steuern hinzukommen, die man vorher nicht mit eingeplant hatte.

    Wo kann man noch sparen?

    Die obige Tabelle ist eine Aufstellung aller Ausgaben, die eventuell nötig sein können. Allerdings ist da bei vielen Posten noch etwas Spielraum enthalten, so daß man die Kosten durchaus senken kann. Vor allem bei Unterkunft und Mietwagen kann man erheblich sparen. Viele Flugschulen bieten für ihre internationalen Schüler eigene Unterkünfte an, die Kosten dafür liegen normalerweise im Rahmen von 350 bis 500 US$ pro Monat, also deutlich billiger als ein Motel. Es wird auch oft angeboten, während des Aufenthalts in Amerika bei einer Familie zu wohnen, das ist dann noch einmal etwas günstiger. Auf jeden Fall sollte man bei der Flugschule nachfragen, was es für Möglichkeiten gibt und sich dann schon vor der Anreise eine Unterkunft reservieren lassen. Sich erst vor Ort etwas auszusuchen, ist, abgesehen von einem Hotel/Motel-Zimmer (die gibts immer und überall), sehr schwierig und zeitaufwendig und daher nicht unbedingt zu empfehlen.

    Beim Mietwagen stellt sich die Frage, ob man ihn überhaupt benötigt. Nun, in erster Linie liegt das an der Flugschule und an den eigenen Ansprüchen. Wer schon einmal in den USA war, der kennt die großen Entfernungen und weiß auch, daß öffentliche Verkehrsmittel sehr rar sind, so daß man ohne eigenes Fahrzeug schnell ziemlich aufgeschmissen sein kann. Bei vielen Flugschulen gibt es allerdings die Möglichkeit, morgens abgeholt und abends wieder in die Unterkunft zurückgebracht zu werden. Natürlich ist man auf diese Weise relativ unflexibel und immer auf andere angewiesen. Eine Alternative ist es, gerade wenn der Flugplatz nicht allzu weit von der Stadt entfernt liegt, sich ein gebrauchtes Fahrrad zu besorgen. So ist man zumindest in der näheren Umgebung mobil und etwas flexibler.

    Verzichtet man also auf einen Mietwagen und nimmt man die Unterkunft von der Flugschule, so spart man gegenüber der obigen Rechnung rund 2500,- DM ein. Desweiteren kann man versuchen, zum Beispiel den Preis für die 24 Flugstunden nach Scheinerhalt bei der Flugschule etwas herunterzuhandeln, oder einen extrem billigen Transatlantikflug zu bekommen. Allzu viel dürften diese Maßnahmen allerdings nicht mehr bringen und für weitere Einsparungen kann allenfalls noch ein günstiger Dollarkurs sorgen.



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